So schützen Sie Ihre IP-Telefon­anlage

Ein Hackerangriff kann jeden treffen. Mit diesen Tipps rund um Ihre IP-Telefonanlage sind Sie gut gewappnet.

Telefonanlage, im Hintergrund zwei sich unterhaltende Kolleginnen

Ein einziger Hackerangriff genügt

Angriffe auf das Unternehmensnetzwerk erfolgen oft am Wochenende oder an Feiertagen – der finanzielle Schaden ist unmittelbar spürbar und schwer abzuschätzen. Unbefugte brauchen lediglich Zugriff auf Ihre Telefonanlage, um teure Rufumleitungen ins Ausland zu aktivieren. Die Rechnung kommt dann als böse Überraschung: Kosten können schnell im vier- bis sechsstelligen Bereich liegen.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen, Ihre Anlage vor Cyberkriminellen zu schützen

Verwenden Sie sichere Passwörter

Voreingestellte Passwörter (z. B. „0000“) sollten Sie umgehend ändern. Verwenden Sie keine einfachen Zahlenkombinationen (z. B. „1234“) und ändern Sie regelmäßig die PIN.

Verdächtige Nummern sperren

Abgehende Anrufe außerhalb der Geschäftszeiten oder Vorwahlen in bestimmte Länder können Sie über sogenannte Sperrlisten (engl. Blacklists) im TK-System sperren.

Anzahl möglicher Fehlversuche ändern

Die falsche PIN-Eingabe sollten Sie auf maximal drei Fehlversuche begrenzen. Nach dem dritten Versuch wird die Telefonanlage automatisch gesperrt.

Zögern Sie nicht bei Updates der Anlage

Halten Sie die Softwareversion Ihrer TK-Anlage auf dem aktuellsten Stand, damit Sie von den neuesten Sicherheitsmaßnahmen und Technologieentwicklungen profitieren können.

Standardansagen der Mailbox ändern

Hacker können anhand der Mailboxansage Rückschlüsse auf den Telefonlagentyp ziehen und so per Bedienungsanleitung die Standardpasswörter ausprobieren. Am besten ändern Sie die Ansage gleich bei der Inbetriebnahme.

Planen Sie Schulungen im Onboarding

Ganz wichtig: Informieren Sie Ihre Mitarbeitenden über die grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen, Rechte, Pflichten und Vertraulichkeitsregeln.

Vergleich ausgehender Anrufe hilft

Überprüfen Sie regelmäßig Abweichungen in Ihren Verbindungen. So können Sie Bedrohungen früher erkennen und verhindern.

Auch kleine Hintertürchen schließen

Angriffe können über ungeschützte SIP-Ports erfolgen, meistens über die Ports 5060/5061. Schutz ist über eine Deaktivierung dieser Ports oder eine Firewall, beispielsweise die Managed Firewall, möglich.

Erfahren Sie noch mehr über IT-Security von osnatel.

Wir kümmern uns um Ihre Sicherheit

Wenn Sie Ihre Telefonanlage von osnatel beziehen, sorgen wir dafür, dass alle sicherheitsrelevanten Einstellungen optimal auf Ihr Nutzungsprofil abgestimmt sind. Über einen osnatel-Wartungsvertrag können Sie Ihr System zusätzlich absichern. Wir bleiben in Bezug auf Ihre Sicherheit stets up to date und reagieren umgehend auf Probleme oder verfügbare Updates.

Sie haben Fragen oder wünschen eine Beratung?

Geben Sie einfach Ihre Postleitzahl ein und finden Sie auf Anhieb den osnatel-Kontakt in Ihrer Nähe.

Diese Stellen helfen Ihnen sonst noch weiter

Weitere Informationen, worauf Sie achten sollten, finden Sie z. B. bei der Polizei Niedersachsen oder in einer Übersicht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik BSI.

Und ansonsten: Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Rechnungen und Einzelverbindungen. Geben Sie uns bitte Bescheid, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt, und melden Sie es der Polizei, wenn Ihr Unternehmen Opfer eines gezielten Angriffs geworden ist.